Klima- und Blackoutschutz mit öffentlichen PV-Anlagen

Die 5 Gemeinden der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Lieser- und Maltatal setzen unter vielen Projekten ein besonders wichtiges um, nämlich den Schutz vor längeren Stromausfällen.

Durch den Klimawandel werden Katastrophen aller Art immer wahrscheinlicher. Deshalb wird in jeder Gemeinde mindestens ein öffentliches Gebäude mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die im Falle eines Blackouts die Stromversorgung im Gebäude weiter aufrechterhält.

Diese PV-Anlage mit Batterie liefert im täglichen Normalbetrieb Strom aus Sonnenenergie und hilft damit, Kosten zu sparen. Im Falle eines Stromausfalles wird blitzschnell in den sogenannten Inselbetrieb umgeschaltet und es ist weiterhin Strom verfügbar. Üblicherweise schalten netzgekoppelte PV-Anlagen bei einem Stromausfall aus Sicherheitsgründen für den Netzbetreiber sofort ab.

Abhängig von der Konfiguration der Anlage und den aktuell betriebenen Geräten wird dieser Inselbetrieb über mehrere Stunden bis Tage aufrechterhalten. Sollte der Stromausfall länger andauern, ist der Anschluss eines konventionellen Notstromaggregates vorgesehen.

Auf diese Weise werden mehrere Ziele mit einer Lösung erreicht.

  • Sonnenstrom reduziert die Stromrechnung und den CO2-Ausstoß, denn Österreich importiert immer noch Strom aus Kohle- und Kernkraftwerken.
  • Errichtung einer Notstromversorgung durch Vermeidung bzw. Reduzierung von diesel-, oder benzinbetriebenen Notstromaggregaten.

Die Gemeinden Trebesing und Rennweg betreiben bereits Anlagen dieser Art.

In der Gemeinde Malta wurde im Sommer 2020 eine entsprechende Anlage in Betrieb genommen. Die Anlagen für die Gemeinden Krems und Gmünd befinden sich in der Vorbereitungsphase und werden 2021 umgesetzt.

Inbetriebnahme der Aalage der Gemeinde Malta:

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Vl.: Wolfgang Pirker, Hermann Florian, Bgm. Klaus Rüscher; (Foto: Gemeinde Malta)

Solche Anlagen sind natürlich nicht nur im öffentlichen Bereich sinnvoll. Durch hohe Förderungen, besonders für landwirtschaftliche Betriebe und sehr attraktive Kosten, inzwischen auch speziell für Batterien, werden PV-Anlagen inklusive Notstromfunktion ebenfalls im privaten und Gewerbebereich sinnvoll und wirtschaftlich. Detaillierte Beratung und Angebote zu diesem Thema erhalten Sie in den Fachbetrieben unserer Region.

Allgemein:

In der Region besteht ein großes Potential an Wasserkraft in Form von kleineren Flüssen und Bächen, aber auch bei Trinkwasseranlagen.

Investitionskosten und vor Allem behördliche Auflagen sind bei Trinkwasseranlagen viel überschaubarer als bei Flüssen und Bächen.

Mehrere Trinkwasserquellen in der Region weisen alte und renovierungsbedürftige Leitungssysteme mit Druckreduzierungssystemen in Form von einfachen Betonschächten auf.

Im Zuge von Sanierngsmaßnahmen bietet es sich oft an, anstelle der Druckreduzierungsanlagen kleine Wasserkraftwerke zu installieren.

In manchen Fällen würde sich auch ohne der anfallenden Sanierungen, eine Investition für ein Trinkwasserkraftwerk auszahlen.

Der Strom wird hauptsächlich für den Eigenbedarf produziert. Für Insellösungen werden besondere Förderungen zur Verfügung gestellt.

 

Ziele:

Erhöhung der Ökostromproduktion in der KEM Region

Möglicherweise auch durch Bürgerbeteiligung

Schaffen von weiteren Argumenten für Ökotourismus und Bevölkerung

Identifizierung von konkreten Projekten

 

Das KEM Projekt:

Im ersten Schritt soll durch eine Erhebung, das genaue Potential in den einzelnen Gemeinden erhoben werden.

Es bestehen auch viele private Wassergenossenschaften und Einzelwasseranlagen, die ebenfalls in die Erhebungen mit einbezogen werden.

Nach der Erhebung, sollen Wirtschaftlichkeitsprüfungen mit den einzelnen Betreibern durchgeführt werden.

Sinnvolle Projekte werden danach identifiziert und möglichts gemeinsam umgesetzt, damit Erfahrungen und Kosten optimiert werden können.

Fördermöglichkeiten werden ausgelotet verfolgt.

Alles da bei uns im Tal - Bewusste Entscheidung für Regionalität

mini Foto PK alles da im Tal 2017 03 08

   Der Regionalverband Nockregion möchte mit dem Projekt „Alles da bei uns im Tal – deshalb bewusst regional!“ auf die vielfältigen Angebote in den fünf Gemeinden des Lieser-Maltatals (Trebesing, Gmünd, Malta, Krems und Rennweg) aufmerksam machen.

In einem ersten Schritt wird ein Verzeichnis online verfügbar, bevor es an alle Haushalte geht. Darin sind alle Unternehmen und Dienstleister der Region abgebildet. Damit wird ein Beitrag zur Stärkung der lokalen Wirtschaft und der Versorgungssicherheit der Bevölkerung geleistet. Durch Verkürzung von Transport- und Anfahrtswegen wird zudem der CO2-Ausstoß reduziert und die Kaufkraft bleibt in der Region.

Dieses Verzeichnis ist für Anbieter und Nutzer KOSTENLOS.

Vision:

Die Vision ist in weiterer Folge die Installation eines Dienstleistungshauses in einem leerstehenden Gebäude.  Dadurch soll zu einer Belebung des Ortszentrums beigetragen werden und die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen, die sonst für die ortsansässige Bevölkerung nur mit großem Aufwand erreichbar ist, ermöglicht. Da es in der Region bereits das Modell des E-Car-Sharing gibt, können die Bürgerinnen und Bürger ihre Wege sogar mit dem Elektroauto zurücklegen und somit einen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstoßes leisten.

Diese Aktion ist eine Maßnahme, um dem negativen demographischen Wandel in der Region und dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Kooperative Strategie

Das gemeinsame Bekenntnis zur Regionalität verbindet die fünf Gemeinden, die schon in der Klima- und Energiemodellregion Lieser-Maltatal erfolgreich zusammenarbeiten. Das Projekt „Alles da bei uns im Tal – deshalb bewusst regional!“ ist ein weiterer Baustein einer gemeinsamen Positionierung als Region, die aktiv den negativen Auswirkungen des demografischen Wandels und des Klimawandels entgegenwirken will.

Probieren Sie es aus

In der Region Lieser- und Maltatal wurde das Angebot von Leih-Elektrofahrrädern erweitert.

In unserr schönen Region bestehen sehr gut ausgebaute Radwege. An der Verbesserung dieser Wege wird weiter gearbeitet. Für Touristen und einheimische BürgerInnen besteht nun eine verbesserte Möglichkeit zum Ausborgen von E-Bikes. Der Trend geht eindeutig in Richtung E-Bike. Besonders in Regionen mit starken Steigungen - wie das Lieser- und Maltatal.

Mehrere Lösungen wurden in diesem Jahr von den unterschiedlichen Tourismusverbänden, und einzelnen Tourismusbetrieben evaluiert.

Ab dem Jahr 2018 werden bei vielen Tourismusbetrieben verschiedene interessante Angebote von Leih-Ebikes zur Verfügung stehen.

Inzwischen bieten verschiedene Betriebe in allen 5 KEM Gemeinden E-Bikes zum Verleih an

 

Eine Übersicht gibt es hier:

https://kaernten.papinsport.at/ (speziell unter "Lieser-Maltatal")

Die Fa Papin Sport aus Innichen betreibt in Zusammenarbeit mit der Kärnten Werbung GmbH ein weiter wachsendes Netzwerk an Verleihstationen.

Der interessante Aspekt dabei ist, dass Fahrräder an verschiedenen Standorten zurückgegeben werden können. Auf diese Weise können interessante Strecken in nur einer Richtung befahren werden. Für den Rücktransport des Fahrrades ist nicht zu sorgen. Es wird lediglich an der nächstgelegenen Verleihstation abgeliefert.

Als besonderes "Schmankerl" gibt es eine

E-Rikscha bei der Galerie August in Gmünd.

 

Das Netz der E-Ladestationen wird in Europa immer weiter ausgebaut und ist inzwischen in unseren Breiten sehr dicht.

Hier finden Sie aktuelle Ladestationen: https://e-tankstellen-finder.com/at/de/elektrotankstellen

Im Bereich der KEM Lieser- und Maltatal wurden in Rennweg, Eisentratten,Malta und Gmünd Ladestationen für Elektroautos installiert.

In Trebesing besteht seit geraumer Zeit beim Gemeindeamt eine Ladestation.